Hormonstörungen- naturwirksam und alternativ therapieren

 

Vortragsskript Heilpraktiker Karl-Heinz Rudat:

Alternative Behandlung von Dysfunktionen des endokrinen Systems.

 

Ein ausgeglichener Hormonhaushalt ist eine der Grundvoraussetzungen für die Gesamtstabilität des Organismus. Nur wenn die einzelnen Hormongruppen in ihrem natürlich geordneten endokrinen Regelsystem funktionieren, können sie ihre lebenswichtigen Aufgaben innerhalb der Organsysteme ausreichend erfüllen. So wirken sich zum Beispiel Störungen der sexualhormonellen Produktion schnell disharmonisch auf die betroffenen Organsysteme aus. Durch das naturheilkundlich ausgerichtete und vielfach bewährte Behandlungskonzept mit den hormonwirksamen Wirkextrakten kann besonders bei leichten bis mittelschweren hormonellen Dysregulationen eine Aktivierung und Harmonisierung der körpereigenen Hormone erreicht werden.

 

Bei fast jedem Menschen stellen sich im Laufe des Lebens zeitweilig unterschiedlich ausgeprägte Dysregulationen des Hormonstoffwechsels ein. Die auslösenden Faktoren sind sehr vielfältig und individuell. Eine „natürliche„ Form der endokrinen Veränderungen stellen die biologischen, genetisch bedingten Alterungsprozesse und Lebensabschnitte dar, die eine Umstrukturierung einzelner Hormonsysteme auslösen. Diese hormonellen Übergangs- und Entwicklungsphasen können im Einzelfall den bis dahin harmonischen Körperrhythmus stören und erhebliche Beschwerden verursachen. Die Erfahrung zeigt längst, dass Hormonveränderungen, die auf Grund natürlicher Entwicklungs- oder Alterungsprozesse eintreten, nicht zwangsläufig mit der regelmäßigen Einnahme von Hormonpräparaten therapiert werden müssen.

 

Schonende Anregung der körpereigenen Hormonproduktion

 

Von den informierten und kritischen Patienten wird in vielen Fällen eine nicht zwingend notwendige, und vor allem regelmäßige hormonelle Substitution häufig zu Recht abgelehnt. Die hormonellen Regelmechanismen und biochemischen Zellprozesse des Körpers arbeiten bei jedem Menschen auf einem sehr individuellen Niveau. Die Konzentrationsmenge eines Hormonpräparates, die für den einen Organismus notwendig und ausreichend ist, kann für den anderen Körper zu gering oder was vermehrt der Fall ist, zu hoch und belastend sein. Kein Hormonpräparat kann bisher diese persönlichen Faktoren berücksichtigen. Die Anteilsmenge eines einzelnen Hormonpräparates muss demnach in den Stoffwechselkreislauf von Millionen unterschiedlichster Organismen passen. Von außen zugeführte, künstliche Hormone greifen daher immer elementar in die eingespielten Regelkreisläufe ein und die damit provozierten Nebenwirkungen und Probleme sind hinreichend bekannt. Vor diesem Hintergrund, sollte deshalb eine ganzheitliche natürliche Form der Hormonregulation bevorzugt werden.

 

Das naturheilkundlich ausgerichtete Behandlungskonzept, wie es durch diese Heilpflanzenkombination zur Verfügung steht, zielt dagegen auf die Regeneration und Aktivierung der körpereigenen Hormonsynthese ab, um eine Normalisierung der pathologisch veränderten Hormonspiegel zu erreichen. Durch dieses Wirkungsprinzip lassen sich die meisten der leichten bis mittelschweren hormonellen Dysregulationen wirksam und positiv beeinflussen.

 

Geschwächtes Hormonsystem

 

Die Anzahl der Verursachungsfaktoren die zu Störungen der Hormonproduktion führen können ist relativ groß, wodurch häufig auch die Befunderhebung erschwert wird. Die Ätiologie reicht von psychosomatischen Zusammenhängen, über Umweltfaktoren bis hin zu anlagebedingten, vererbten Störungen.

►  Psychosozialer Stress

Viele Hormonstörungen, besonders der Schilddrüse, haben einen engen Zusammenhang zur psychischen Verfassung des

Betroffenen Menschen. Schrecksituationen, psychosozialer Stress oder zurückliegende psychische Erschütterungen können

langfristig psychosomatische funktionelle Störungen der endokrinen Drüsen auslösen.

Umweltfaktoren

Hierzu zählen besonders hormonbelastete Nahrungsmittel, Jod-Mangelgebiete , Umweltbelastungen mit hormoneller

Wirkung  und elektromagnetisch belastete Wohnbereiche.

Biologische Faktoren

Dazu zählen alle natürlichen Alterungsprozesse bei beiden Geschlechtern [Klimakterium (-virilis), Altersdiabetes u.a.].

Die langfristige Einnahme von Hormonpräparaten wie zum Beispiel Östrogenen und Progesteronen  für die konzeptionelle

Empfängnisverhütung oder Cortison kann zu einer Erschöpfung der endokrinen Drüsenfunktion führen. Durch die

permanente Hormonsubstitution werden reaktiv die innersekretorischen Regelkreisläufe gestört und die entsprechende

Hormondrüse reduziert schrittweise ihre eigene Produktion.

Krankheitsbedingte Funktionsstörungen

Durch Erkrankungen und raumfordernde Prozesse innerhalb der einzelnen Hormondrüsen [Hypophyse, Schilddrüse,

Pankreas, Geschlechtsdrüsen, Nebennieren u.a.] kann es zu hormonellen Entgleisungen kommen. Auch Herd- und

Infektionserkrankungen können endokrine Fehlsteuerungen auslösen.

 

 

Störungen der geschlechtsspezifischen Hormonproduktion

 

In der Mehrzahl sind es natürliche physiologische Prozesse wie die Menopause und die Wechseljahre der Frau oder das Klimakterium virilis des Mannes, die Veränderungen und Störungen bei der Bildung der Sexualhormone verursachen. Aber auch psychische Faktoren und Blockaden können eine zeitweilige Dysfunktion der Sexualhormone auslösen. Es spielt aus ganzheitlicher Sicht betrachtet eine eher untergeordnete Rolle in welcher Lebensphase die hormonelle Störung bei dem einzelnen Patienten auftritt. Eine Dysregulation der steroiden Sexualhormone kann vereinzelt in allen Erwachsenenaltersgruppen und bei beiden Geschlechtern beobachtet werden. Schwerpunktmäßig treten sie jedoch bei Frauen und Männern im Verlauf und in Verbindung mit den Wechseljahren auf.

 

Viele Schwankungen des Sexualhormon-Spiegels lassen sich sehr gut mit naturheilkundlichen Behandlungsmethoden normalisieren und stabilisieren. Um eine Produktionsverbesserung zu erreichen, zielt diese Therapie auf die Stimulation des betreffenden, inaktiven Hormonfunktionsgewebes ab. Es ist wichtig, dass mit der Therapie Dadurch kann der gesamte hormonelle Regelkreislauf erreicht und aktiviert werden [Hypothalamus-Hypophyse-Nebennierenrinde (Zona reticularis – Ovarien/Testes).

 

Das Klimakterium (+)

 

Altersbedingte hormonelle Umstellungen entwickeln sich bei Frauen wie bei Männern sehr unterschiedlich und individuell. Das gilt nicht nur für den Beginn und die ersten körperlichen Anzeichen einer hormonellen Veränderung, sondern auch für den gesamten Verlauf des Klimakteriums. Es handelt sich dabei um kein plötzlich eintretendes Ereignis, sondern stellt einen natürlichen biologischen Ablauf dar, der sich schrittweise und kontinuierlich über einige Jahre entwickelt. Auch wenn sie mit Veränderungen und mit bis dahin unbekannten Beschwerden verbunden ist, bleibt diese Lebensphase ein notwendiger körperlicher und seelischer Reifeprozess für beide Geschlechter. Die wichtigen Phasen dieser Umstellung müssen in ihrer Tragweite über die rein körperlichen Veränderungen hinaus, auch als mentale, seelische Lebenserfahrung und insgesamt als eine Bereicherung empfunden und verstanden werden. Viele der wesentlichen hormonbedingten Symptome und Beschwerden die diese Jahre begleiten lassen sich aber alternativ hervorragend behandeln

 

Beschwerden im weiblichen Klimakterium

 

Bei den meisten Frauen in Europa verläuft die nachlassende verminderte Hormonproduktion der Ovarien dysharmonisch und auffällig. Oft zeigen sich unregelmäßige oder starke Blutungen, teilweise mit Ausbildung einer Anämie. Bei einem Drittel der Frauen treten vegetative und psychische klimakterische Beschwerden auf. Bei etwa 70% von ihnen halten diese Symptome jahrelang an. Da eine verringerte Östrogen- bzw. Testosteronproduktion auch Rückkoppelungsreaktionen auf den Hpyothalamus (ZNS- Teil des Zwischenhirns) ausübt, treten meist auch Störungen des Schlaf- u. Wachrhythmus, der Temperaturregulation, des Wasserhaushaltes, des Fettstoffwechsels, der Blutzusammensetzung, der Sexualfunktion und andere Dysregulationen auf. Viele der klimakterischen Befindlichkeitsstörungen lassen sich daraus ableiten:

 

Schweißausbrüche, Konzentrationsstörungen, Hitzewallungen, Hautrötungen, Erschöpfungszustände, Antriebsschwäche, Schlafstörungen, Unruhe, Reizbarkeit,  Stimmungsschwankungen, Mangelnde Libido, Kreislaufstörungen, Schwindelgefühle, Kopfschmerzen, Migräne, Osteoporose, Obstipation, Neigung zur Gewichtszunahme u.a.. Zusätzlich kann es auch zu weiteren Symptomen kommen: Atrophische Störungen der genitalen Schleimhäute (Trockenheit, Juckreiz, Pilzinfekte, Harnwegsentzündungen), Stressinkontinenz (unkontrolliertes Harnträufeln), Umbildungen des Brustgewebes, Herz-Kreislauferkrankungen.

 

Frauen in Asien

 

Frauen, die in den beiden asiatischen Ländern Japan und China leben, empfinden wesentlich seltener klimakterische Beschwerden als ihre Geschlechtsgenossinnen in Europa oder den USA. In Japan und China werden traditionell viel Sojaprodukte und Yamswurzel-Gerichte verzehrt. Während in den Vereinigten Staaten und in Europa mit der Nahrung im Durchschnitt täglich lediglich nur 3 mg Pflanzen-Isoflavone aufgenommen werden, enthält die tägliche Nahrungsmenge in den asiatischen Staaten über 40 mg. Betrachtet man die phytoöstrogenen Eigenschaften vieler dafür geeigneter Pflanzen, wird schnell deutlich, warum die meisten europäischen Frauen ab 45 Jahren verstärkt über Wechseljahresbeschwerden klagen. Die Isoflavone und weitere in diesen Pflanzen enthaltenen Nährstoffsubstanzen sind in der Lage alle bekannten Symptome und Befindlichkeiten die in Verbindung mit der Menopause stehen, wesentlich zu lindern oder völlig zu verhindern.

 

Männliche Hormonstörungen

 

Auch der männliche Organismus reagiert auf die altersbedingten hormonellen Umstellungen und Defizite mit einer ähnlichen Symptomatik. Zu den Hauptbeschwerden beim Mann gehören in diesem Zusammenhang: Erschöpfungszustände   Schweißausbrüche, Nervosität, Reizbarkeit, Parästhesien, Herzsensationen, Potenzstörungen, Depressionen, Libidoverlust,

Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Blutdruckschwankungen und Gewichtszunahme.

 

 

Autor:       

Heilpraktiker Karl-Heinz Rudat

E-Mail:  kh.rudat@t-online.de